Nicht winterharte Bambusarten

Alle nachfolgenden Bambusarten vertragen gar keinen oder nur geringen Frost. Sie sind an hohe Tagestemperaturen in Verbindung mit viel Regen, also hoher Luftfeuchtigkeit, gewöhnt. Am Naturstandort, in den höheren Lagen des Himalayas zwischen 1500 und 4000m, wachsen sie als "Unterholz"unter hohen Bäumen, werden aber selbst 6-12m hoch. Alle wachsen horstig! Da wir inzwischen viele verschiedene haben und lieben, möchten wir einige davon hier zeigen.

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hooker


Himalayacalamus hookerianus

Der wohl begehrteste Bambus aus Nepal, genannt der "blaue" Bambus. Die jungen Halme sind stark bläulich/weißlich bereift, im Alter werden sie in der Sonne bräunlich/
violett. Bei niedrigen Temperaturen färben sich die Halme am stärksten. Er wächst aufrecht und ist horstig. In Cornwall ist er winterhart. Bei uns im Kübel nach 2 Jahren gut 4m hoch.





hooker

 

Ein unglaubliches Bild, wenn sich die, außen von grün ins violett gehenden, Halmscheiden langsam ablösen, die innen silbern schimmern.
 
  hooker hooker  



Die Amerikaner nennen ihn wegen
seiner faszinierenden Halmfärbung
"Candycane bamboo",
Zuckerstangenbambus.
Der Name dieses
Bambus wechselte
in der Vergangenheit
mehrmals, das einzige,
was die Experten
wissen, ist, daß der
Name immer noch
nicht stimmt.

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da
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Er ist nicht leicht zu kultivieren, er benötigt zur Halmausfärbung ein gewisses Maß an Sonne, will es aber dennoch lieber kühl. Die Halme stehen weiter auseinander als bei H. hookerianus. Wenn er die Halmscheiden verlieren, zeigt sich auf den Halmen ein gelatineähnlicher Belag, dieser verschwindet, sobald der Halm ausgereift ist. Wahrscheinlich dient dier Belag zum Schutz gegen Insekten. Das Laub ist sehr dicht und wunderbar zart. In der Sonne entwickelt er an viele Blättern eine weißbunt Panaschierung.



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Ein Unbekannter

Ein weiterer Bambus aus der Reihe der "Blauen", nicht eindeutig identifiziert, aber wahrscheinlich Thamnocalamus crassinodus
"Kew Beauty".
In England winterhart, wir wollen es bei uns ausprobieren , sobald er groß genug ist, um ihn teilen zu können.



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Borinda muliensis

Ein "laubabwerfender Bambus" AUs dem Himalaya.

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Borinda yulongshanensis

Ein sehr interessanter Bambus der neuen Gattung Borinda, benannt von Dr. Chris Stapleton (Kew Gardens) zu Ehren des Botanikers Dr. Norman Loftus Bor, der sich in Indien um die Bestimmung vieler Gräser verdient gemacht hat, also eine Verknüpfung von Bor und India.
Vorher wurden die Bambusse der Gattung Borinda in den Gattungen Fargesia oder Yushania eingeordnet, haben aber so viele unterschiedliche Merkmale, daß es notwendig wurde, eine neue Gattung zu erschaffen.

bor
bor

Ein starkwüchsiger, horstiger
Bambus mit wunderschön weißlich/bläulich bemehlten Halmen. Auffallend die stark behaarten Halmscheiden, deren Nesselhaare sofort in der Haut steckenbleiben und einen unangenehmen Juckreiz verursachen.

bor


int


Himalayacalamus intermedius

Ein weiterer Vertreter der "blauen" Himalayabambusse, die neuen Halme sind leuchtend blau, zartes Laub und schöner, überhängender Wuchs. Unsere Pflanze ist noch sehr klein, und wir sind gespannt, wie sie sich entwickelt.




Drepanostachyum microphyllum

Eine Form mit sehr kleinen, zarten und
leuchtend grünen Blättern. Bis zu
70 Zweige pro Nodie, wodurch er
sehr buschig wirkt.

drep

 

lus


Borinda lushuiensis

Bekommen haben wir ihn unter dem Namen Yunnan 4, inzwischen ist er neu benannt worden. Die neuen Halme sind weiß bemehlt und färben sich im Alter hellgrau. Die Pflanze ist noch klein, scheint aber sehr wüchsig zu sein. Der alte Halm, also der ursprüngliche Halm, aus dem er vermehrt wurde, hat einen Durchmesser von fast 4 cm. Wir sind gespannt, was uns da noch erwartet.

 

Ampelocalamus scandens

Vor 4 Jahren als kleines Pflänzchen von
einem Freund als unbekannter Bambus
aus Nepal mitgebracht, entwickelte er sich zunächst nur zögernd.
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Inzwischen ist es eine richtig große
Pflanze mit tiefgrünen, langen, schmalen
Blättern geworden.
Leider benötigt dieser Bambus eine
Hilfe, wo er sich anlehnen kann.
Die inzwischen 5m langen und nur
7mm dünnen Halme biegen sich sonst
bis auf den Boden.
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ba



Himalayacalamus fimbriatus


Ein Mitbringsel eines Freundes aus Nepal. Ein tropischer Bambus, er leidet schon bei niedrigen Plusgraden. Wunderschöne, große Blätter, wie sie eben nur bei tropischen Arten findet. Der Neuaustrieb fällt durch eine starke, weiche Behaarung an den Nodien auf, die später leider verschwindet.
Er wächst absolut horstig.
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Nun etwas ganz anderes, ein absolut tropischer Bambus aus Mexiko:
Otatea acuminata aztecorum
Bei 0°C ist absolut Schluß, weniger verträgt sie auf keinen Fall. Dafür ist sie ansonsten recht pflegeleicht, sofern man nicht zuviel gießt. Die extrem schmalen, langen Blätter und der überhängende Wuchs machen sie unverwechselbar.

 
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Arthrostylidium naibunense

Etwas ganz exotisches aus Taiwan. Ob der
Name richtig ist oder nur ein Synonym,
wissen wir nicht. Im einen Buch heißt er Drepanostachyum, im anderen Buch ist die
Gattung Arthrostylidium nur in Amerika
heimisch. Jedenfalls, ein hübscher, zierlicher tropischer Bambus ohne besondere Ansprüche
mit herrlich gelbgrünem Laub.

 

 

 

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